Project December

31 days to change my life

Days 10 & 11 – Schreiben

Darüber Schreiben, dass man seinen Job verloren hat, soll angeblich helfen, auch schnell wieder einen neuen zu finden. So zumindest steht es in der karrierebibel geschildert.

Dies muss nicht unbedingt öffentlich stattfinden, so wie ich es hier mit diesem Blog mache. Es reicht aus, ein Tagebuch zu führen.

Aber die Vorzüge des öffentlichen Umgangs damit sind zum Beispiel auch, sich Mitstreiter zu suchen und zu finden, gemeinsam Erfahrungen auszutauschen. Andererseits möchten aber nur wenige so offen sein, dass jeder Leser weiß, wer sie sind.

Hier kann man sich aber leicht behelfen: Ein Blog auf wordpress.com und anderen Bloggingplattformen ist schnell registriert und ziemlich anonym, ggf. kann man sich noch ein separates Mailpostfach zulegen, um nahezu alle Rückschlüsse auf die eigene Person zu vermeiden.

Egal, ob ihr euch nun für stilles, halb-öffentliches oder vollkommen öffentliches und transparentes Schreiben entscheidet, es geht darum, dass ihr es auch wirklich macht.

Und zwar kontinuierlich, regelmäßig. Bei solch einem Vorhaben wie dem meinigen sogar täglich (bis aufs Wochenende, da nehme ich mir die Freiheit, mal einen ganzen Tag nicht an dieses Blog zu denken, oder es wenigstens zu versuchen).

Schreibt auf, wie ihr euch fühlt, was euch stört, was euch gefiel, was ihr machen wollt, was ihr bereits gemacht habt. Macht euch ein Tagebuch und Logbuch der Geschehnisse zugleich. Ich glaube, dass das alleinige Runterschreiben von Frust bedingt hilft, aber es lindert den Schmerz und macht den Kopf frei. Das Niederschreiben von Erfolgserlebnissen hilft wiederum immer wieder neuen Auftrieb zu erhalten.

Und wenn man es dann öffentlich macht und daraufhin Feedback von außen bekommt, motiviert dies umso mehr. Hier auf dem Blog werdet ihr zwar bisher kaum Kommentare finden, aber ich habe per Mail, Facebook und Twitter sehr viel sehr positives Feedback erhalten.

Ich kann also nur jeden dazu ermuntern, seinen Jobverlust zu verbloggen. Letztlich hilft dies sicher nicht nur euch selbst, sondern ihr helft damit auch anderen Leidensgenossen. Das Gefühl, nicht allein zu sein, lässt das Ereignis nicht immer so schlimm dastehen.

Wie gesagt, wenn ihr euch nicht traut, mit eurer Identität aufzutreten, holt euch ein anonymes Blog.

Ich überlege auch bereits, was ich eigentlich selbst mit diesem Blog hier in Zukunft anstellen werde. Wenn dieser Dezember um ist, wäre das Projekt etwas für die Schublade oder das Archiv. Aber einfach so einstauben und verwahrlosen lassen will ich es auch nicht.

Wer Anregungen hat, was ich mit diesem Blog anstellen könnte, schreibt mir einfach hier einen Kommentar oder schickt mir eine Mail/Message über die bekannten Kanäle.

Und wer noch etwas über die Zukunft unserer Arbeitswelt lesen möchte, dem empfehle zwei Artikel von imgriff: „Fünf Trends der Zukunft“ und die Gegenrede.



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