Project December

31 days to change my life

Day 13 – Ambivalent

Der heutige Tag war ausnahmsweise eher weniger gut. Wobei er eigentlich gut begann.

Schon am frühen Morgen ein Telefoninterview gehabt, auch mein Gefühl hierzu war positiv.

Aber nachdem sich die Sonne wieder hinter Regenwolken versteckt hat, verlief der Tag dementsprechend trüb.

Also die Arbeit selbst war okay, nix Dramatisches, business as usual.

Doch dafür blieben einige Antworten aus, die ich erwartet hatte. Von wenigstens zwei Seiten sollte eigentlich Rückmeldung kommen, aber nix kam.

Das ist enttäuschend, besonders nach dem sonst sehr guten Start vor knapp zwei Wochen. Die 13 ist normalerweise keine allzu bedeutende Zahl für mich, aber diesmal entpuppt sie sich als wenig Glück bringend.

Nichtsdestotrotz sieht es ja immer noch sehr gut aus. Und aufgrund der ausgebliebenen Nachrichten fällt es mir doch einfacher, morgen eine Entscheidung zu fällen.

Was ich dabei vergessen habe zu erwähnen: ich werde natürlich erst die Unternehmen informieren, nicht euch Leser! Noch nicht.

Erst, wenn ich meine Unterschrift unter einen Vertrag gesetzt habe, kann und werde ich euch mehr sagen. Es kann also sein, dass ihr vielleicht sogar noch bis Ende der Woche warten müsst, wenn ihr meinen Wunscharbeitgeber erfahren wollt. (Ich bin gemein, ich weiß. ;o)

Jetzt heißt es aber erst einmal schlafen, da ich morgen auch noch verdammt früh raus muss. Mein letztes Deployment steht an, es ist so ein bisschen wie Tschüß-Sagen, ein letztes Mal sehen, wie neue Features online gehen, ein letztes Mal wieder gefixte Fehler bereinigt sehen. Ein letztes Mal das Gefühl haben, einen Sprint erfolgreich abgeschlossen zu haben.

Es mag zwar nur ein halbes Jahr gewesen sein, aber auch in dieser kurzen Zeit ist mir die Plattform sehr ans Herz gewachsen. Ein Teil des Teams gewesen zu sein, welches eine meiner eigenen Lieblingsplattformen vorangetrieben hat … ja, irgendwie erfüllt mich das auch mit Stolz.

Ein Unternehmen kann sich eigentlich nichts besseres wünschen als einen Entwickler, der nicht einfach nur seine Arbeit macht, sondern diese auch mit Begeisterung und Herzblut.

Daher wird morgen die Entscheidung auch viel mit dem Herzen stattfinden. Denn ich will weiterhin Spaß an meiner Arbeit haben, und den werde ich nur dort haben, wo ich glaube, mich entfalten zu können.

Darum mein heutiger Rat: Sucht euren zukünftigen Job nicht allein nur danach aus, wie viel Geld er bringt und ob der Weg einfach nur kürzer ist, sondern auch, ob ihr euch wohlfühlen werdet. Nichts ist schlimmer als eine Stelle, die ihr hasst. Ihr verbringt immerhin einen beträchtlichen Teil eures Tages auf Arbeit, also solltet ihr auch gern dort sein wollen.



No Comments

  1. Susanne Schmidt says:

    Nichts ist schlimmer als eine Stelle, die ihr hasst. Ihr verbringt immerhin einen beträchtlichen Teil eures Tages auf Arbeit, also solltet ihr auch gern dort sein wollen.

    - Dazu kann ich nur sagen :

    Wie recht du hast, die Depressionen die man davon bekommt sind mit Geld niemals aufzuwiegen, sonst hätt ich jetzt schon meine Mio zusammen :-D

    viele liebe Grüße
    Sue

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