Project December

31 days to change my life

Day 6 – Nikolaus

Hm, okay, I had no sweets in my shoes, but got another gift today. The potential sent very positive feedback and invited me to a lunch meeting with the developer team.

In short: That sounds great!

So I should postpone some other offers to avoid appointment clashes.

Unfortunatelly I’m home today, because I got really sick (I mentioned yesterday, but didn’t thought it would be as heavy as it is.)

Dear English readers, I’m so sorry! Everytime I want to write the posts in your language I have less input for you (but almost the most positive ones).

To compensate the German overhead here, I will post the next two articles in English, too. Deal?

Deutsch: Mein Gefühl hat sich bestätigt, positives Feedback und Einladung zum Teamtreffen erhalten. Kehrseite: Mich hat es gesundheitlich von gestern zu heute komplett umgehauen, habe meinem Körper vielleicht doch zuviel zugemutet die letzten Tage.


Day 5 – Es ist raus!

Ich weiß, dass es nun einige sehr gespannte Leser gibt, die erfahren wollen, wie denn der heutige Tag verlaufen ist. Um es kurz zu machen: Besser als gedacht!

Äh, ja, das klingt erst einmal so, als wenn da ein pessimistischer Unterton drin liegt, aber so ist es nicht gemeint.

Denn trotz Erkältung, Schüttelfrost und leichtem Fieber habe ich den Tag sehr gut überstanden.

Da montags immer großes Jourfix (oder Company-Meeting, …) ist, wurde heute auch offiziell verkündet, dass ich gehen werde. Ich danke hier der Geschäftsleitung, dass sie damit nicht ewig hinter dem Berg gehalten hat, denn eigentlich ist nix schlimmer als der Flurfunk, der entsteht, wenn das erste Gerücht herum geht.

So ist nun für alle klar, dass es eben personelle Einschränkungen und es hierfür eben auch Gründe gibt.

Und für mich ist es nun leichter, mit diesem Projekt offener umzugehen, da ich nichts mehr vorwegnehme.

Nun zum spannenderen Teil, dem ersten Gespräch …

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Day 2 – Perception

I thought about this headline, what is the best word? Realization, cognition, awareness, recognition, … everything same same but different.

Perception was the best word describing what happened to me today. After a full day I began to realize, really realize what the recent event means.

Nevertheless I am in the mood, where I think and believe that everything is still okay, and that I really have to take this chance I got.

So today my first telephone call, I know the company a little bit from the past, also a RUG-B meetup was hosted there.

Monday evening I will visit them and have a prolific talk hopefully.

Friday is over, now weekend and some relaxation. Maybe some short news if something happens.


Day 1 – Vorbereitungen

This post is in German. A short summary for English readers below. I try to alternate the languages day by day.

So, der erste Tag ist rum. Eine verspätete Niedergeschlagenheit ist weiterhin nicht eingetroffen, und wird es nun wohl auch nicht mehr.

Wie ich gestern schon erwähnte, hat’s da oben im Kopf Klick gemacht. Ich sehe die Kündigung tatsächlich nur als Chance zur Veränderung.

Natürlich bin ich traurig darüber, so schnell schon wieder die Firma verlassen zu müssen. Es hat mir dort sehr viel Spaß gemacht, ich hatte ein großartiges Team, mit dem ich gern zusammengearbeitet habe. Das riesige Getränkeangebot (inklusive Club-Mate!) war ebenfalls nicht zu verachten.

Nun aber zurück zum heutigen Tag:

Natürlich als erstes zur Agentur für Arbeit und mich dort vorsorglich angemeldet, dass ich demnächst arbeitslos bin bzw. sein könnte. Ich will es ja nicht hoffen, aber in diesem Staat sollte man sich schon auf alle Eventualitäten vorbereiten. Dabei hat die nette Bearbeiterin ein Haufen totes Holz mitgegeben. Das meiste muss ich ausfüllen bzw. ausfüllen lassen und im kommenden Jahr zur endgültigen Antragsabgabe mitbringen. Dieser Papierkrieg ist doch immer wieder Wahnsinn, zumal sie intern ja doch wieder alles elektronisch verarbeiten. Wie viele Wälder doch noch existieren könnten …

Dann zur Arbeit und meinem Tagesgeschäft nachgegangen, trotz Kündigung darf man ja seine Pflichten nicht vernachlässigen (und wie gesagt, es macht Spaß).

Während dessen aber immer mal auf Xing geschielt, da ich bereits letzte Nacht dort liegen gebliebene Angebote bearbeitet und eine Statusmeldung abgesetzt habe. Und man mag es kaum glauben, aber an Angeboten, zumindest in meinem Bereich mangelt es tatsächlich nicht. Nicht einmal in Berlin. In der Theorie bestätigt sich zumindest schon einmal das, was ich auf den vergangenen Usergroup-Treffen erlebt habe: nahezu alle Unternehmen, die etwas im Bereich Ruby entwickeln, suchen scheinbar Hände ringend nach personellem Nachschub.

Die Kehrseite der bisherigen Angebote war, dass alle in ihrem Anforderungsprofil ein abgeschlossenes Studium (der Informatik oder etwas Vergleichbares) erwarten. Liebe Stellenausschreiber, die Realität sieht meist ganz anders aus!

Ich habe in den letzten Jahren oft genug erlebt, dass die Weltgeschicke nicht im Studierzimmer entschieden werden. Viele meiner Bekannten und Kollegen haben selten ein abgeschlossenes Studium (und wenn, dann meist sogar völlig andere Fachgebiete), und wie in meinem Fall auch gar keine hochschulische Ausbildung.

Daher, liebe Stellenausschreiber, macht ihr es Menschen wie mir nahezu unmöglich, sich dem Anforderungsprofil entsprechend zu bewerben. Ihr verhindert damit, dass Quereinsteiger eine gleichwertige Chance auf die ausgeschriebenen Stellen haben wie Studierte. Das Problem ist dabei aber, dass erfahrungsgemäß nur wenige verschiedene Programmiersprachen in den Universitäten und Hochschulen (ich glaube ja fast, dass außer Java und irgendwas mit .NET kaum etwas anderes verwendet wird) angesiedelt sind. Wenn ihr weltfremde Theoretiker braucht, dann nur zu, aber die Unternehmen brauchen fähige Menschen, die reale Probleme lösen können mit den Werkzeugen, die vorgegeben sind. Mir ist bisher nicht bekannt, dass das auf die Ruby-Welt zutrifft. In aller Regel lernt man diese Sprache wohl zuhause, durch Internet und Usergroup-Treffen und Konferenzen und und und … aber sicher weniger in den Unis.

Und am besten lernt man die Sprache in einem Unternehmen, die eine konkrete Anwendung realisieren möchten. Ich will fast behaupten, dass ich in den knappen halben Jahr fast genauso viel in der Firma über Ruby gelernt habe, wie in den nahezu 3 Jahren zuvor auf eigener Faust. Dazu kommt, dass etablierte Open-Source-Projekte natürlich den Horizont ebenfalls erweitern können (nur lässt sich damit eher weniger Geld verdienen).

Kurz: ein Studium ist sicher keine verkehrte Sache, sollte aber meines Erachtens keine Grundvoraussetzung in einem Stellenangebot sein. Mit dieser harten Bedingung wäre ich wohl kaum zu meinem derzeitigen Arbeitgeber gekommen. Ich bin froh, dass ihnen andere Eigenschaften und Fähigkeiten wichtiger waren. Einige davon werden wohl auch nicht in einem Studium beigebracht bzw. sind menschliche Aspekte und nicht erlernbar.

Was lag denn sonst noch so an? Den Abend verbrachte ich auf der letzten RubyUserGroup Berlin für dieses Jahr. Es gab diesmal keine Vorträge, was ich sehr gut fand, da ich von Anfang an Gespräche suchen konnte, weitere Kontakte knüpfte und natürlich auch meine kommende Verfügbarkeit erklärte. Mit Vitamin B —gerade für Quereinsteiger in die Entwicklerwelt— schaffen sich manche Dinge leichter. Dieses ominöse Socialising ist tatsächlich etwas Gutes, besonders, wenn man es auch für sich zu nutzen weiß. (Im Marketingsprech wäre noch Networking als Buzzword zu erwähnen; aber Networking allein hilft nur bedingt, die Menschen hinter den vielen Firmen wirklich kennenzulernen.)

Nun muss ich noch einige Mails/Anfragen beantworten und morgen gibt es schon das erste Telefonat. Na, wenn das nicht ein guter Start in den Monat ist.

Übrigens: heute war auch Welt-Aids-Tag! Ich habe gespendet und die rote Schleife getragen, in der Hoffnung, dass auch andere Menschen sich daran erinnern, dass es andere Menschen gibt, denen es wesentlich schlechter geht.

Short summary for English readers: First day is over. Did my mandatory visit to Agentur für Arbeit (the government employee agency), got a lot of papers to be filled out the next days. After that doing my daily business and in the evening the famous Ruby user group meetup. I used it for socialising and networking. Got some offers and opportunities via Xing, a German jobs community and networking platform like LinkedIn. And the biggest part of this post is something like a rant about recruiter writing vacancies which are far away from reality.


T-00:01:00.00

One hour left. Then: my personal rocket launch to a new life.

What to expect? Fun, experience … and hopefully a new job after this month!

Will there be German posts? Natürlich auch das, ist ja immerhin auch meine Muttersprache.

Why this blog? It was a spontaneous suggestion while going home after getting my cancellation of contract. Documentation of my success (or fail).

I think most guys will be deeply sad after being fired. Maybe angry. Crying. Aggressive. In some bad mood.

I was slightly schocked, but it also was no real surprise. The risk working in a startup company is that you cannot be sure to work a whole life there.

I was the most recent member in my team, so –you get it– the first one who’s out. Developers know the LIFO system.

So I was very calm. Of course, it’s sad. And in every other dark moment I would cry. But not today …

Today something changed in my mind. Today was maybe the last day (for a hopefully long, long time) of being depressed of such incident.

Today I started thinking positive, seeing the future, looking for the new adventure.

And an adventure it will be, because my goal is to get a new job til the end of december.

It’s a very short time, I know this, but not a completely impossible thing.

Last question for now: Why blogging in English? It’s the only foreign language I can speak and write fluently; I’m a developer, so the most common language is English, for both programming and communication.

So why not to blog in English? ;o)